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In Kassel findet ein bundesweites Treffen von Playback-Theatern statt Von Bettina Fraschke , HNA 26.November 2008
KASSEL. Am Wochenende treffen sich in Kassel Freunde des Playback-Theaters aus Deutschland und Nachbarländern. Markus Hühn. Ulrike Hoffmann-Krumm und Renate Bendrin haben die Tagung in der Reformschule organisiert.
Was ist Playback-Theater? Markus Hühn: Ein Ort des
Erzählens und Zuhörens. Aus dem Publikum erzählt einer eine Begebenheit
aus seinem Leben, die Spieler auf der Bühne stellen sie szenisch dar -
mit viel Respekt. Kein Beitrag ist zu klein oder zu alltäglich. Haben Sie ein Beispiel? Hühn:
Das kann ums Aufstehen gehen oder um das Zusammenleben mit einem
Haustier. Mich hat kürzlich besonders bewegt, als eine Frau aus
Afghanistan von der Begegnung mit ihrer Familie erzählte - nach ihrer
Flucht hatten sie sich lange nicht gesehen. Was macht für die Zuschauer und Akteure das Besondere am Playback-Theater aus? Hühn:
Dass Menschen aus unterschiedlichen Lebensbereichen etwas miteinander
teilen. Menschen verbinden sich in diesen erzählten Momenten, das hat
auch etwas Spirituelles. Was ist der Unterschied zum Improvisations-Theater, wofür es in Kassel auch Gruppen gibt? Hühn:
Bei uns kann es auch schon mal lustig werden, als Ausnahme. Bei denen
ist das sicher die Regel. Beim Impro-Theater geht es außerdem nicht so
stark um die Begegnung. Was besprechen Sie auf Ihrer Tagung? Hühn:
Das Thema heißt "Spiel der Generationen - Generationen im Spiel". Was
können wir von Menschen mit Erfahrung lernen, was von Menschen mit
jugendlichem Drang. Wie viele Besucher kommen? Hühn:
Etwa 120. Man kann sich noch anmelden - auch wenn jemand noch keine
Erfahrungen mit dieser Kommunikationsform hat. Neulinge bekommen einen
Paten, der ihnen alles erklärt. Warum findet die Tagung in Kassel statt? Hühn: Weil es hier eine große Zahl von Playback-Spielern gibt und wir die Tagung hier gut organisieren konnten. Wo kann man Playback-Theater in Kassel erleben? Hühn:
Es gibt hier die Gruppen Eigenart, Resonanz, Uno Momento und Purpur,
dazu das Göttinger Playback-Theater. Eigenart tritt am 12. Dezember, 20
Uhr, in der Salzmann-Fabrik, Atelier Jeanette Eichner, auf. Wer
Playback-Theater als Spieler kennen lernen will, der kann das am besten
im Kurs der Playback-Theater-Schule im Juli im Forsthaus Germerode
(www.playbackschule.com).
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